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Tipps für Lesespaßtrainer/innen

wir freuen uns, dass Sie sich bereit erklärt haben, einen Schüler/ eine Schülerin unseres Projektes dabei zu unterstützen, regelmäßig zu lesen.Ihre Unterstützung kann sehr vielfältig aussehen und hängt von den Bedürfnissen Ihres „Patenkindes“ ab. Im Folgenden wollen wir Ihnen ein paar Tipps geben, wie Ihre Unterstützung aussehen kann:

1. Regelmäßige Treffen:

Ziel unseres Projektes ist es, dass die Schüler und Schülerinnen regelmäßig jedenTag lesen. Da dies in der Schule nicht immer möglich ist, wäre es schön, wenn Sieregelmäßige Lesetreffen mit Ihrem Patenkind vereinbaren, mindestens einmal pro Woche für eine Stunde.

2. Die Lesesituation / Lesemotivation

Ein wichtiger Ansatzpunkt unseres Konzeptes ist, die Kinder zum Lesen zu motivieren. Das heißt, dass die Situation, in der sie lesen, möglichstangenehm und stressfrei sein soll. Die Schüler/innen sollen erfahren, dass Lesen etwas sehr Schönes und Spannendes sein kann. Die Lesezeit, die das Kind mit Ihnen verbringt, sollte nicht nur als Trainingsstunde empfunden werden, sondern als etwas, was Spaß macht und bereichert. Trotzdem kann es auch sinnvoll sein, den Trainingscharakter als Motivation hervorzuheben. Wie andere Fertigkeiten im Leben  (Musikinstrument erlernen, Sport, Computerspiel) muss auch das Lesen trainiert werden. Jedes Training hat ein Ziel. Setzen Sie überschaubare Ziele und solche, die dem Kind zeigen, dass es wirklich voran geht. Messen Sie beispielsweise die Lesegeschwindigkeit und die Fehler beim Lesen zu Beginn des Trainings und am Ende und loben Sie das Kind, wenn es Fortschritte macht und sich bemüht. (Siehe dazu auch Punkt 8)

3. Austausch

Durch das Lesespaßtraining sollen die Kinder erfahren, dass Lesen auch Kontakte schafft zu anderen Personen. Es ist wichtig, sich über Gelesenes auszutauschen. Stellen Sie Fragen zu den Texten. Zeigen Sie Interesse an den Inhalten, indem Sie vielleicht weiteres Lesematerial zum Thema besorgen.Helfen Sie dem Kind, möglichst selbstständig unbekannte Wörter zu klären. Schauen Sie mit ihm ins Wörterbuch oder Internet, so dass das Kind selbst die Lösung finden kann.

4. Auswahl der Texte

Ihr Patenkind zeigt bisher wahrscheinlich  wenig Leseinteresse. Gehen Sie mit ihm in die Bücherei. Schauen Sie sich zusammen Bilderbücher, Sachbücher, Märchenbücher, Comics oder Zeitschriften an. Vielleicht entdeckt das Kind dann doch etwas Interessantes.

Grundsätzlich sind alle Lesetexte willkommen, egal, ob es ein Comic ist, der Sportteil der Zeitung, ein kurzer Sachtext oder ein Roman. Sehr beliebt zum Beispiel, vor allem bei den Buben: Das Guiness Buch der Rekorde, das sich mit seinen vielen kurzen Texten sehr gut fürs Lesespaßtraining eignet.

Wichtig ist nur, dass Ihr Patenkind Freude am Lesen entwickelt.

5. Dauer und Ablauf des Trainings

Dritteln Sie das Lesespaßtraining, sodass für jeden Teil ca. 20 Minuten zur Verfügung stehen. Nach dieser Zeitspanne lässt die Konzentration normalerweise nach. Dadurch, dass Sie die Übungsform nach 20 Minuten ändern, wird die Aufmerksamkeit wieder größer, weil sich das Kind auf etwas Neues konzentrieren muss.

Beginnen Sie beispielsweise mit  einem Lesetraining, das sich auf einen kurzen Text beschränkt, den man so lange übt, bis er „sitzt“. Ermitteln Sie eventuell am Anfang und am Ende des Trainings die Lesegeschwindigkeit und die Dekodiergenauigkeit (siehe Punkt 8) und lassen Sie das Kind diese Werte in eine Tabelle oder ein Diagramm eintragen (siehe Anhang.) So kann es selbst seine Fortschritte verfolgen! Stellen Sie auch zwei bis drei Fragen zum Text, um zu überprüfen, ob das Kind beim Lesen auch schon den Sinn des Gelesenen erfassen kann. (Achtung: das sinnerfassende Lesen ist bereits eine sehr weit fortgeschrittene Technik und zu Beginn des Lesenlernens keinesfalls selbstverständlich!)

Im zweiten Teil lesen Sie selbst etwas vor (lustige Gedichte oder auch ein längeres Buch auf mehrere Trainingsstunden aufgeteilt, „Fortsetzung folgt“).

Im letzten Teil können Sie über den Text reden, den Text für die nächste Trainingsstunde aussuchen, ein Brettspiel spielen, Zungenbrecher üben, Rätsel lösen, Lesezeichen basteln etc.Denken Sie daran: Sprachkompetenz ist die Grundlage der Lesekompetenz! Beim Rätseln und Spielen wird ganz nebenbei der Wortschatz erweitert.

Anregungen und Vorlagen werden laufend zur Verfügung gestellt.

6. Methoden zur Leseförderung (siehe „Vom Lesemuffel zur Leseratte, S. 12f)

- Gemeinsam laut lesen: Gemeinsam mit dem Kind lesen Sie den Text halblaut mit.

Sie bestimmen die angemessene Geschwindigkeit und betonen den Text richtig (Fragezeichen, Rufzeichen, Dialoge…) Beginnen Sie mit einer eher langsamen Lesegeschwindigkeit. Das Kind liest möglichst fehlerfrei mit. Hören Sie aufmerksam mit, wie das Kind liest. Begleiten Sie beim Lesen mit Ihrem Finger den Text, damit sich das Kind gut orientieren kann. Bei einem Fehler, der nicht vom Kind selbst ausgebessert wird, berichtigen Sie das Wort und beginnen Sie erneut am Satzanfang. Lesen Sie den Text bis zu fünfmal und lesen Sie ab dem zweiten Mal in normaler Geschwindigkeit. Wenn das Kind längere Zeit fehlerfrei liest, können Sie aussteigen – vereinbaren Sie dazu mit dem Kind ein Zeichen.

Ziel ist es, dass das Kind möglichst fehlerfrei, in angemessener Geschwindigkeit und entsprechender Betonung den Text lesen kann.

- lautes Vorlesen mit Wiederholung: Das Kind liest den Text alleine laut vor und zwar so oft, bis es Ihre Zielvorgabe (Zeit und Fehleranzahl auf die Länge des Textes abgestimmt, Betonung) erreicht. Indem das Kind einen Text sehr oft liest, prägt es sich neue Buchstaben- und Wortkombinationen ein und vergrößert sukzessive seinen Sichtwortschatz. Außerdem lernt es mit jeder Wiederholung bewusst auf bestimmte Signale im Text (Satzzeichen,…) zu achten und dadurch mit einer dem Inhalt angemessenen Betonung vorzulesen.

Um eigene Wege zum Erlesen eines Textes zu finden, ist es auch möglich, dass das Kind den Text still erliest und Sie im Anschluss daran lediglich mit ihm über den Text sprechen. Es muss nicht sein, dass das Kind Ihnen den Text laut vorliest.  Für schwächere Schüler/innen kann es auch eine Unterstützung sein, wenn Texte abwechselnd gelesen werden.

Liest das Kind laut vor, sollten Korrekturen sehr zurückhaltend angebracht werden.Vereinbaren Sie mit dem Kind, wann Sie beim Erlesen helfen sollen. Zu vieleUnterbrechungen frustrieren. Korrigieren Sie Ihr Kind nicht mit „falsch“, sondern mit „bist du sicher?“, „lies nochmals“.

Wenn sich das Kind längere Texte aussucht, kann es hilfreich sein, den Text in Abschnitte einzuteilen, die dann nacheinander gelesen werden. Vielleicht lesen Sieauch einen Abschnitt vor.

Um Wege zum Verständnis von Texten zu finden, ist es hilfreich, wenn sich der Leser / die Leserin vor dem Lesen bereits Gedanken macht. Lesen Sie mit Ihrem Kind nur die Überschrift und überlegen Sie zusammen, was der Inhalt sein könnte.

Das schriftliche Festhalten des Lesefortschrittes (als Diagramm, als Kurve oder einfach nur in einer Tabelle, siehe Vorlagen) kann Ihr Patenkind motivieren. Es merkt, dass sich das Training lohnt! Sollten Sie allerdings merken, dass die „Zeitnehmung“ für das Kind ein Problem bedeutet, dann sollten Sie es auf jeden Fall bleiben lassen. Es gibt auch noch die Möglichkeit, einfach Stempel in einen Lesepass einzutragen, sobald Sie der Meinung sind, das Kind hat einen Fortschritt gemacht oder sich besonders bemüht.

Ist der Stempelpass voll (z.B. 10 Stempel), kann sich das Kind in der Stadtbibliothek aus der Lesespaßkiste ein Geschenk aussuchen. (Die Stempelpass-Aktion kann man natürlich auch in Kombination mit der Zeitmessung machen).

Grundsätzlich gilt: Vergleichen Sie die Leistung Ihres Kindes nicht mit der Leistung von anderen Kindern, sondern immer nur mit seiner Anfangsleistung.

 

7. Weitere hilfreiche Lesestrategien

Nachdem der Text das erste Mal gelesen wurde, kann man folgendermaßen vorgehen, um das Textverständnis zu vertiefen:

  • Fragen an den Text stellen: worum geht es in dem Text, was war neu für mich, was wusste ich schon, was habe ich nicht verstanden, das will ich fragen, darüber will ich reden.
  • den Inhalt mit eigenen Worten wiedergeben
  • eine Überschrift für den Text erfinden
  • einen zentralen Satz pro Abschnitt suchen

 

 

8. Ermitteln der Lesegeschwindigkeit und der Dekodiergenauigkeit

Lesegeschwindigkeit:

Die Lesegeschwindigkeit  und die Dekodierungsgenauigkeit sind  gute Instrumente, um die Lesefähigkeit Ihres Patenkindes zu beurteilen und Fortschritte, die durch das regelmäßige Üben erreicht werden, zu dokumentieren.

Dazu liest das Kind den Text, der für die Übungsphase ausgesucht wurde, eine Minute lang laut vor. Sie verfolgen die Lektüre auf einem gesonderten Textblatt und markieren alle Lesefehler. Als Fehler zählen falsche Aussprache, Ersetzungen und Wortumstellungen bzw. –auslassungen. Nicht als Fehler gelten Wiederholungen und Verlesungen, wenn sie vom Kind selbst korrigiert werden.

Nach Ablauf einer Minute markieren Sie die Stelle, an der das Kind angekommen ist. Zählen Sie die gelesenen Wörter pro Minute = Lesegeschwindigkeit. Nun werden die fehlerhaften Wörter (= FWM) von der Gesamtzahl der im Zeitraum gelesenen Wörter abgezogen =Anzahl der fehlerfrei gelesenen Wörter pro Minute (= RWM) und diese Zahl durch die Anzahl der gesamt gelesenen Wörter in dieser Zeit dividiert und mit 100 multipliziert = Dekodiergenauigkeit in %.

      Anzahl der fehlerfrei gelesenen Wörter

Anzahl der gelesenen Wörter pro Minute         x 100   =  Dekodiergenauigkeit in %

 

Beispiel: Das Kind liest 80 Wörter pro Minute und macht dabei 9 Fehler.

Lesegeschwindigkeit = 80 Wörter pro Minute

FWM = 9

RWM = 72

Dekodiergenauigkeit: 72 : 80 x 100 = 90 % Dekodiergenauigkeit

 

Die Lesegeschwindigkeit zu ermitteln kann eine Möglichkeit sein, die Motivation „ihres“ Kindes zu steigern. Wenn Sie die Lesegeschwindigkeit am Ende jeder Stunde stoppen und beispielsweise in ein Diagramm eintragen, kann das Kind selbst seinen Fortschritt verfolgen. Manche Kinder reagieren auf eine Stoppuhr allerdings eher mit Stress und Nervosität, das Lesen fällt noch schwerer als sonst. In diesem Fall ist die Ermittlung der Lesegeschwindigkeit natürlich kein geeignetes Mittel!

 

9. Beispiele für verschiedene Leseübungen

(z.B. für die letzten 20 Minuten des Lesespaßtrainings)

+ Eine grundlegende Lesetechnik zum Lesen lernen ist es, Buchstaben zu Silben zusammenzuziehen. Deshalb ist das Silbentraining von Anfang an sehr wichtig. Schreiben Sie Silben mit zwei  Buchstaben (la, le, li, lo, lu usw.) auf einzelne kleine Kärtchen, jede Silbe einmal mit dem Groß- und einmal mit dem Kleinbuchstaben vorne (z. B. Ka – ka). Mit diesen Silbenkärtchen kann man verschiedene Leseübungen machen:

+ Versuchen Sie zusammen mit dem Kind, aus einzelnen Silbenkarten Wörter zu legen (z. B. Li-mo-na-de oder Scho-ko-la-de).

 

+ Nennen Sie  ein Wort (z. B. Mami). Das Kind muss die Karte mit der ersten oder letzten Silbe des Wortes finden.

 

+  Legen Sie drei oder vier Silbenkarten, die zusammen ein Wort ergeben, vermischt auf den Tisch. Daraus soll das Kind nun das Wort zusammensetzen. Oder legen Sie verschiedene Silben auf den Tisch und das Kind versucht, möglichst viele Wörter daraus zu bilden, z.B. So, Na, Wa, Ma, re, ma, fa, se: Sofa, Nase, Ware, Mama.

 

+  Raketenlesen in zwei Varianten:  Schreiben Sie auf ein Blatt untereinander acht bis zehn Silben (ma, le, si usw.) oder legen Sie die Silbenkarten aus. Nun stellen Sie die Stoppuhr auf 20 Sekunden. In drei Durchgängen versucht das Kind nun, so viele Silben wie möglich richtig vorzulesen, dabei beginnt es immer wieder von vorne. Sie zählen jedes Mal die Anzahl der richtigen Silben. Notieren Sie das Ergebnis und machen Sie beim nächsten Mal weiter. Verbessert sich das Kind? Steigern Sie den Schwierigkeitsgrad später mit Wörtern oder kurzen Sätzen.

2. Variante: Schreiben Sie in die erste Reihe das erste Wort eines Satzes, in die zweite Reihe das erste und das zweite Wort usw. (z. B. Wir – Wir lesen – Wir lesen jeden – Wir lesen jeden Tag). Auch jetzt muss das Kind wieder 20 Sekunden lang vorlesen und Sie zählen die richtig gelesenen Wörter.

 

+ Übung mit Reimen: 4 Wörter stehen nebeneinander, drei reimen sich, das vierte nicht. Das Kind liest die Wörter und sagt, welches Wort nicht dazupasst.

Z.B. Baum – Raum – Saum – Haut

 

+ Mit Tiernamen reimen: Die Katze hat eine …, Die Kuh braucht keinen … Das Reh steht im…

 

+ Wörterpuzzle: Das Kind soll aus zwei verschiedenen Wörtern ein neues zusammengesetztes Wort puzzlen.

z.B.: Schnee + Mann, Haus + Tür…

 

+ Buchstaben suchen: z.B. Wir suchen nach dem M. Sie lesen einen Text vor, das Kind ruft „Stopp!“ , sobald es ein M hört.

 

+ Hexensprüche ausdenken: Ene mene Knall, ich wünsch mir einen Ball. Ene mene Gnu, du wirst ganz schnell zum Schuh…

 

+ Aufräumen: Bildkarten werden nach der Silbenlänge sortiert: einsilbige Wörter (Maus, Haus, Schuh, Tür,…), zweisilbige Wörter (Apfel, Bleistift,…) usw.

 

+ Sie lesen ein Wort vor, das Kind nennt den ersten oder letzten Buchstaben.

Schwierigere Variante: Sie lesen Wörter vor, die zu Beginn oder am Ende 2 Konsonanten haben, und das Kind versucht, diese zu nennen. Z.B.: Brot, Stift, Glas, Flasche, liest, …

 

+ Sie sagen eine Silbe, das Kind zerlegt die Silbe in die einzelnen Buchstaben.

z. B. FO: Kind sagt: F und O

 

+ Zusammenlauten üben: Sie sagen ein Wort in seinen einzelnen Buchstaben, das Kind wiederholt das Wort zusammengelautet.

z.B. M  -  A  -  U  -  S : Kind sagt: Maus

 

+ Sie betrachten gemeinsam ein Bild (z.B. von einem Baum). Das Kind nennt die Buchstaben, aus denen das abgebildete Wort besteht.

 

+ Silbenklatschen: das Kind klatscht beim Lesen die Silben mit.

 

+ neue Wörter zaubern: ene mene zeg, der erste ist jetzt weg:

Glocke -> Locke, Pinsel –> Insel, Fliege, Kreis, Reis, Rohr, Brot, Wort, warm…

Ene mene Schritte, verzaubert ist die Mitte:

Hose/Hase, Hund/Hand, Rose/Riese, Nuss/nass, Tante/Tinte, Zange/Zunge, Wolle/Welle…

 

+ Kuckucksei: Diese Übung schult das genaue Lesen: In einer Liste mit immer demselben Wort muss ein Wort herausgefunden werden, das ein bisschen anders ist: z.B.: Lesen  Lesen  Lesen Lesen Leise Lesen Lesen  Lesen.

 

+  Lese-Aufgaben: Schreiben Sie auf einzelne Zettel kurze Anweisungen wie z. B. „Male eine Tomate!“ oder „Hole ein Buch!“. Da Handlungen verlangt werden, erkennen Sie schnell, ob das Kind wirklich liest oder (wie oft am Anfang) rät.

 

+ Schulen Sie nicht nur das reine Buchstabenlesen. Auch die vorausgreifende Sinnerwartung („welches Wort könnte jetzt kommen“, „welches Wort erwarte ich jetzt“) sollte geübt werden: z.B. mit Rätseln oder Reimen, bei denen das Kind das Reimwort ergänzt, oder Lückentexten. Sie können auch während der ersten Leseübungszeit manchmal einen Satz unterbrechen und fragen: „Was glaubst du, wie geht der Satz weiter.“

 

+ Das Blickspannentraining erreicht, dass das Kind nicht mehr Wort für Wort oder gar

Silbe für Silbe liest, sondern mehrere Wörter auf einmal erfassen kann.

Übungen zum Erweitern der Blickspanne kann man unterschiedlich durchführen. Eine Methode ist die Benutzung von Blitzkartenlisten. Dabei werden Wörter untereinander auf eine Liste geschrieben. Sie werden dann mit einer kleinen Karteikarte oder einem Zettel abgedeckt. Die jeweils nächste Zeile wird nun kurzzeitig (blitzartig) auf- und sofort wieder abgedeckt (daher der Name „Blitzkartentechnik“). Das Kind versucht dabei, den kurzzeitig aufgeblitzten Begriff zu erkennen. Mit etwas Übung lassen sich auf diese Weise sogar lange Wörter oder ganze Zeilen erfassen.

+ Eine Wörterschlange bilden. Eine ABC- Karte wird gezogen. Sie suchen ein Wort mit dem Anfangsbuchstaben der ABC- Karte. Das Wort wird langsam gesprochen und das Kind muss genau zuhören, wie der letzte Laut des Wortes heißt. Dieser Laut ist der nächste Anfangbuchstabe  des neuen Wortes.
Verschiedene Schwierigkeitsstufen:  - nur Tiernamen ,- nur Pflanzennamen, - nur Vornamen, - nur Verben, - nur Substantive, - nur Adjektive verwenden. Das ist zugleich auch eine gute Wortschatzübung!